Bedeutung und Hintergründe von Karfreitag, Ostern, Auffahrt und Pfingsten

Bedeutung und Hintergründe von Karfreitag, Ostern, Auffahrt und Pfingsten

Schon wieder liegen sie vor uns, christliche Feiertage wie Karfreitag, Ostern, Auffahrt und Pfingsten. Ich freue mich jedes Jahr auf diese Tage, unter anderem darum, weil sie mir zu zusätzlichen Freitagen verhelfen. Welche Bedeutung, welche Hintergründe haben diese Tage? Was waren für Ereignisse geschehen und können wir diese irgendwie einordnen?

Die Themen in diesem Artikel:

Christliche Feiertage: Geschichte, die weiter wächst und auch noch heute Einfluss hat
Christliche Feiertage: Geschichte, die weiter wächst und auch noch heute Einfluss hat

Tod, Auferstehung, Entrückung und Beistand

In der obigen Aufzählung fehlt Weihnachten. Dass an diesen Feiertag Jesus Christus geboren ist, scheint den meisten Menschen klar zu sein. Darum möchte ich in diesem Blog nicht näher darauf eingehen. Die nachfolgenden Erläuterungen lehnen sich an den Aussagen der Bibel an.

Karfreitag: Tür-, bzw. Beziehungsöffner

Was geboren wird, stirbt später einmal. Das war auch bei Jesus Christus so. Christus trat öffentlich auf und zerstörte die fromme Ruhe der damaligen Menschen. Er gab sich als Gottes Sohn aus. Damit griff er, aus meiner Sicht, auch die Autorität der damaligen Verantwortlichen der frommen Kultur an. Zum Beispiel die der Pharisäer. Er passte so gar nicht in ihr Bild von jemandem, der sagt, er sei von Gott. Er wurde sogar «gefährlich» für das, was aus ihrer Sicht richtig war. Wofür sie mit aller Überzeugung einstanden … Daher wählten sie das Komplott, das schliesslich zur Kreuzigung von Christus führte.

Laut biblischem Bericht habe Christus mit dieser Kreuzigung die «Sünde» aller Menschen getragen. Das sei nötig, damit wir mit dem heiligen Gott Kontakt haben können.

Karfreitag: Tür-, bzw. Beziehungsöffner
Karfreitag: Tür-, bzw. Beziehungsöffner

Ostern: Es geht trotzdem weiter

Auf den ersten Blick denkt man nun «Das war‘s. Aus, vorbei!» Schliesslich ist der Tod das definitive Ende allen Lebens. Das gilt für alle Menschen, aber offenbar nicht für Jesus Christus. An Ostern ist er vom Tod auferstanden. So steht es in der Bibel geschrieben.

Dies ist eine Glaubensangelegenheit und sehr schwer zu beweisen. Darum nennt sich Glauben auch Glauben.

Die Bedeutung von Ostern ist die, dass Christus als Erster den Tod überwunden hat und uns Menschen so ermöglicht, nach unserem Tod ins ewige Leben zu kommen. So schwer nachvollziehbar das Ganze auch ist, die dadurch vermittelten Perspektiven sind beruhigend.

Ostern: Es geht trotzdem weiter
Ostern: Es geht trotzdem weiter

Auffahrt: gelebte Ankündigung

Der auferstandene Christus hat nach Ostern nochmals ein paar Tage mit seinen Freunden gelebt.

Ihnen nochmals gezeigt, dass die von ihm angekündeten Ereignisse eintreten werden. Verkündigung und Leben stimmten überein.

Damit hat er ihren Glauben gestärkt. Dann Auffahrt. Die Entrückung. Vor ihren Augen. Die Zusage, dass jemand anders kommen und sie begleiten wird. Die Bedeutung von Auffahrt: Geduld haben und vertrauen.

Auffahrt: gelebte Ankündigung
Auffahrt: gelebte Ankündigung

Pfingsten: Das Abo für himmlische Lebensbegleitung

Der Blick in die Bibel beschreibt ein eindrückliches Erlebnis der Freunde von Jesus Christus, als sie diesen Heiligen Geist empfingen. Der Erstauftritt ist gelungen. Aufgefallen. Er kam, sah und bewegte. Zuerst innerlich. Dann physisch und sozial.

Das verrückte dabei ist: Er als Person ist unsichtbar, seine Auswirkungen aber sind sichtbar.

An etwas glauben, das wir nicht sehen? Glaube fordert. Seit Pfingsten noch viel mehr. Am allermeisten wohl unser Vertrauen. Was ist die Aufgabe des Heiligen Geistes? Er nimmt uns an der Hand, führt uns durch die Zeit und zum unvergänglichen Leben über den Tod hinaus. Auch hier lebt Gott wieder vor, was er konkret zugesagt hat. Auch hier haben wir uns vieles anders vorgestellt …

Pfingsten: Das Abo für himmlische Lebensbegleitung
Pfingsten: Das Abo für himmlische Lebensbegleitung

Christliche Feiertage? Es gibt viele Gründe, zu zweifeln

Spannungsfelder in mir. «Weltfremd». Das ist der Begriff, der mir bei diesen Hintergründen und der Bedeutung der christlichen Feiertage in den Sinn kommt. Auch «Anfang» und «Neuorientierung». Neues wird angekündigt. Zukünftiges zeigt erste Zeichen.

Die Pflanze wächst. Wird sichtbar. Schritt für Schritt. Daneben ist mein Verstand, der sich all das nicht vorstellen kann. Vor allem dann, wenn das Diesseits der Massstab aller Dinge ist.

Wenn wir unseren inneren Kriterienraster anwenden. Was wir sehen, das gilt. Was wir nicht sehen, existiert auch nicht. Leben nach dem Tod hat so keinen Platz. Wir wünschen uns das zwar, verdrängen es aber erfolgreich.

Dann sind Auferstehung und Entrückung unvorstellbar. Sie gehören nicht zu unserem Alltag. Das Gefühl der inneren Stimme kennen wir zwar, aber dies dem Heiligen Geist zuzuordnen? Nein danke. Glaube scheint mir ein Risiko zu sein. Ob ich meine Sichtweise ändern muss? Ist der Glaube statt Risiko die Antwort darauf? Denn das Leben selbst birgt zahlreiche Risiken.

Wenn die Zusagen von Gott stimmen, ist er die beste Versicherung, die wir haben können. Er ist der einzige, der den Tod überwunden hat und die Zukunft kennt.

So steht es zumindest in der Bibel.

Unser Glaube ist gefordert und Zweifel sind dabei ein Ventil, das erlaubt sein muss.

Die christlichen Feiertage Karfreitag, Ostern, Auffahrt und Pfingsten und ihre Bedeutung, im Web

Redaktionelle Leitung und Autor von raeber-blog.ch

Andreas Räber ist GPI®-Coach, sowie Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikeln und Kurzgeschichten aus den Bereichen Beruf, Beziehung, Gesundheit und Leben. Er ist Inhaber der Ratgeber und Webplattformen christliche-feiertage.ch, coaching-persoenlichkeitsentwicklung.ch, christliche-werte.ch, und christliche-lebensberatung.ch.

Andreas Räber, GPI®-Coach, Wetzikon
Andreas Räber, GPI®-Coach, Wetzikon

© raeber-blog.ch, 23.6.2014, überarbeitet 28.4.2022/ar

Warum feiern wir Ostern und warum malen wir Eier an?

Bald ist es wieder soweit: Ostern 2015 steht an und wir geniessen wie jedes Jahr die zusätzlichen freien Tage, die uns durch Karfreitag und Ostern beschert werden. Während ich über diese christlichen Feiertage nachgedacht habe, sind verschiedene Fragen in mir entstanden. Ostern ist ein Fest mit Tradition. Schokohase und Eier, als Beispiel. Warum aber bemalen wir Eier? Warum feiern wir Ostern?

Ostern und seine Bedeutung für heute
Ostern, es geht weiter.

 

Kultur, Brauchtum und Geschichte

Wir müssen uns bewusst sein, dass vieles im Zusammenhang mit christlichen Feiertagen aus der Geschichte und aus anderen Kultur stammt. Wie es wirklich war, ist sehr schwierig zu eruieren und zu erklären. Vieles davon ist Glaubens- und Auslegungssache. Was nicht heisst, dass es nicht so passiert sein könnte. Doch nun zu den Eiern. Laut einer Theorie ist es den Christen untersagt, während der gesamten Karwoche Eier zu essen. Grund: Sie fielen wie Fleisch unter das Abstinenzgebot. Wenn ich es recht verstehe, geht es darum, mit dem Verzicht dem Opfertod von Jesus Christus zu gedenken.

Nun ist es natürlich so, dass Hühner sich nicht an solche Vorschriften halten und weiterhin Eier produzieren. Eier waren in der damaligen Kultur ein wertvolles Nahrungs- und Zahlungsmittel. Damit man Eier besser lagern konnte, wurden sie gekocht und für das bevorstehende Fest schön angemalt. Ganz am Anfang mit der Farbe Rot. Um sie von den rohen Eiern zu unterscheiden. Diese Farbe symbolisierte das Leiden und das vergossene Blut Christi. Kunst verändert sich. Umsomehr dort, wo aus einem Brauch ein Geschäftszweig wird … Inzwischen werden die Eier auf viele Arten und Weisen bemalt. Eier sind übrigens in vielen Kulturen ein Symbol fürs Leben.

Bedeutung von Ostern

Dieser Feiertag hat zwei Hintergründe. Christen feiern die Auferstehung von Jesus Christus von den Toten. Diese Auferstehung bedeutet, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Seit dieser Auferstehung ist das Osterfest eines der wichtigsten christlichen Feste. Für die «Heiden» ist Ostern ein Frühlingsfest namens Ostara und symbolisiert das Erwachen der Natur zum Leben.

Diese zweite Begründung finde ich ebenso spannend wie die erste. Während die christliche Auslegung uns Hoffnung über den Tod hinaus beschert, lebt die Natur uns Sterben (Herbst und Winter) und Auferstehung (Frühling und Sommer) jedes Jahr neu vor. An einer anderen Stelle im Web habe ich gelesen, dass man dem Osterei eine ähnliche Bedeutung gibt. Aussen hart und leblos und innen lebendig. Das sind schöne Bilder, die wir mit in unseren Alltag nehmen und in dieser immer hektischer werdenden Zeit gut gebrauchen können.

Was bedeutet Ostern heute?

Die genaue Bedeutung von Ostern für heute kann ich nicht erklären. Dazu müsste ich Fachpersonen zu Wort kommen lassen. Ich kann nur meine Sicht darstellen.

Ostern ist für mich Sinnbild für Perspektiven. Für die Zusage, dass es trotz Herausforderungen, trotz unserer Endlichkeit, immer weiter geht. Wer ein Ziel verfolgt, blickt weniger auf Widerstand und Hürden. Ziele motivieren. Müssen zuerst erkannt werden. Dafür braucht es von unserer Seite her ein Innehalten. Ein Respektieren von möglichen holprigen Wegen. Von äusseren und inneren Hürden und Einbahnstrassen, verbunden mit dem Wissen, dass es eben doch gangbare Wege gibt. Dass Hürden früher oder später überwunden werden können. Veränderung und Perspektiven als Lebenswahrheit. Als Antrieb. Altes darf vergehen, Neues darf entstehen. Umsomehr, wenn vergehen gar nicht das Ende bedeutet … Die eigentliche Botschaft von Ostern. Und sie gilt auch heute noch.

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