Mit Werbung gezielt säen

«Wer nicht wirbt, stirbt» ist ein alter Spruch, den man auch dann und wann am Telefon zu hören bekommt, wenn man einen aufsässigen Werbeverkäufer ablehnt. Nichts machen, seine Produkte oder Dienstleistungen nicht bewerben, das kann nicht gut kommen. Denn erst wenn die Zielgruppe weiss, dass es etwas zu kaufen gibt, werden auch Käufe getätigt.

Die Schwierigkeit in der Werbung ist die, dann man nie weiss, welche Werbeart denn nun die richtige ist

Ein Inserat verschwindet meistens in der Masse, ausser man ist bereit mehr zu zahlen und bucht eine Reklame, die im Text von Printmedien abgedruckt wird. Ein Prospekt verschwindet  ebenfalls in der Masse, insbesondere bei Wurfsendungen, die oft den direkten Weg ins Altpapier finden.

Seit dem Internet ist es möglich, Werbung genau zu messen

Darum  sammeln Datenkraken wie Google und Facebook möglichst viele Infos der Benutzer. So ist eine genaue Ausrichtung der Werbung auf die Zielgruppe möglich. Eine Werbeform unterscheidet sich stark von den anderen: Suchmaschinenoptimierung. Hier unternimmt der potenzielle Kunde von sich aus die Suche nach einer Dienstleistung, einer Information oder nach einer Firma. Darum kann mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) gezielt Werbung gemacht werden.

«Ich mache keine Printwerbung mehr»

Diese Aussage hört man immer mehr von Firmen. Doch dahinter steckt ein grosses Missverständnis. Suchmaschinenoptimierung erfüllt die Bedürfnisse nur, geweckt werden sie von Print, Radio und Fernsehen. Werbemittel stehen in einer gegenseitigen Beziehung zueinander und müssen abgestimmt werden. Das nennt sich dann Marketing Mix. Wie oft, wo und wann Werbung gemacht werden soll, diese Frage kann nicht einfach verallgemeinert werden. Bestimmt wird sie durch die Zielgruppe, die Dienstleistung und die Leistungsfähigkeit der Firma. Werbung säet und sie ist ein Teil eines komplexen Systems der Marktwirtschaft.

Der Mensch von heute wird mit Informationen und tonnenweise ideenloser Werbung überrollt

Nichts wirkt schlimmer, als ein Werbespot in dem sich die Zielgruppe nicht ernst genommen fühlt. Um wirksame Werbung zu schalten, braucht es Innovationen und vor allem eine einfache und klare Kommunikation.

Werbung: Auffallen durch Kreativität und Kompetenz

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Werbung: Auffallen durch Kreativität und Kompetenz

Wahlen 2011 – der Countdown läuft

Am 23. Oktober 2011 ist es soweit, die National- und Ständeräte werden für die nächste Legislatur Periode gewählt. Die Wahlunterlagen sind inzwischen bei Herr und Frau Schweizer eingetroffen. Der Briefkasten ist täglich übervoll mit Prospekten der politischen Parteien, darauf abgebildet lächelnde Gesichter, oft auch von Menschen, die man noch nie gesehen hat. Die Frage, die sich hier stellt, ob mit solcher Werbung tatsächlich Stimmen gewonnen werden können. Ist es nicht das Leben, die bisher erbrachte Leistung der Politiker, die bereits wichtige Präferenzen bei den Wählern auslöst? Hat sich das Volk bisher von den Kontrahenten ernst genommen gefühlt? Wurden seine Interessen würdig vertreten? Trotz der Masse an Prospekten nimmt Werbung mehr die Reminderfunktion wahr – dafür müssen die Kandidaten aber bereits bekannt sein.

Nationalratswahlen in den Medien

«Neuer Kandidatenrekord für Nationalratswahl» berichtet das Bieler Tagblatt am 21. September, «Die Linke geeint, die Rechte gespalten» (NZZ online, 13. September), «FDP ohne Partner bei Nationalratswahlen» (Südostschweiz, 5. September), «Wählen für Dummies» (BAZ, 20. September) – die Wahlen 2011 beherrschen auch die Medienwelt und bilden nicht nur die Meinungsvielfalt in der Schweiz ab, sondern auch politische Spannungen. Welchen National- und Ständerat soll man wählen? Einen guten Überblick bilden Portale wie Positiv-Wählen.ch. Dort werden Kandidaten für National- und Ständerat im kurzen Überblick vorgestellt. Am 23. Oktober wird sich vermutlich alles um die Wahlen 2011 drehen. Der Werbecountdown läuft bereits seit dem Sommer, der innere Countdown der Wähler aber, läuft insbesondere in wirtschaftlich unsicheren Zeiten, laufend. Was zählt sind sichtbare Resultate!



 

 

Internetradio, online dabei sein

Der grosse Vorteil von Internetradio ist, dass tausende Radiosender empfangbar sind. Für Individualisten eine Fundgrube. Denn in dieser umfangreichen Auswahl findet man ganz sicher das Radio, dass die geliebte Musikrichtung auch spielt. «Nischenradio» nennt sich der Fachbegriff. Ich möchte ein Country Radio hören, und gehe zum Beispiel auf iTunes, klicke links in der Navigation auf «Radio» und rechts öffnet sich dann eine Auswahl an Musikrichtungen. Von Adult Contemporary, Alternative Rock, Blues, Country, Relgious, bis hin zu 90’s Hits. Für jeden ist etwas dabei.

Endlich meine Musik hören

Internetradio fordert in dem Sinne die gängigen Radiosender heraus. Nicht selten höre ich Begründungen wie: «Meine bisherige Radiostation hat meine Musik nie oder zu wenig gespielt. Im Internet habe ich nun ein Radio gefunden, wo ich voll auf meine Kosten komme.» Die Musik macht nicht nur den Ton, sie ist auch oft das Kriterium, ob ein Radio bevorzugt wird oder nicht.

Die Musikauswahl ist also eine Herausforderung. Mit ihr richtet sich ein Radio konsequent auf die Zielgruppe, die Hörerinnen und Hörer aus. Aber sie ist auch eine Marketingfrage. Wer alles spielt hat kein Profil und wird so käumlich Hörerschaft gewinnen. Die heutige Musikvielfalt zwingt ein Radio dazu, sich auf ein Musiksegment wie zum Beispiel Oldies, die aktuellsten Hits, Country etc. zu konzentrieren. Die Entwicklung des Internets sollte für Radios als Chance gesehen werden. Denn ob man ankommt oder nicht, entscheiden die Hörer und die Konkurrenz. Wer sein Radio liebt, wird es trotz der Konkurrenz im Internet weiter hören. Findet er etwas besseres, ist das bisherige nicht gut genug gewesen.

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