Naturgarten: Weil vom Teilen viele profitieren

Immer mehr Gärten werden aus praktischen oder ästhetischen Gründen zu Steingärten umgestaltet. Diese sind pflegeleicht und doch hat man seinen Garten. Doch alles hat seine Auswirkungen.

Frühling 2017 – ich erinnere mich gut an diese Zeit. Gefühlt hatten wir in diesem Jahr zwei Mal Winter. Der erneute Kälteeinbruch und der damit verbundene Frost haben der Natur, unseren Gärten und dem Gehölz nicht gutgetan.

Als Hobby-Naturfotograf knipse ich oft Objekte im Garten. Das Gute liegt bekanntlich ja sehr nahe. Das wären in meinem Fall Blumen, Schmetterlinge, Bienen – einfach Pflanzen, Insekten und Vögel aller Art. Doch dieses Jahr werde ich das Gefühl nicht los, dass viele dieser bunten und lebhaften Gartenbewohner ausgeblieben sind. Da, wo die Tiere fehlen, entsteht auch keine Frucht.

Regelmässige Besucher auch im Garten: Schmetterlinge

Der Garten ist ein Ort des Geben und Nehmens

Der Blick in viele Gärten in meinem Dorf lässt mich unsere modernen Lebensgewohnheiten erkennen. Viel Stein, wenig Gehölz und Grünfläche. Gartenpflege ist aufwändig und oft zu mühsam. Da ich selber auch keine Steine esse, verstehe ich die fernbleibenden Insekten sehr gut. Wo es kein Futter gibt, dort hält man sich nicht auf.

Naturgärten sind da schon etwas ganz Anderes. Auseinandersetzung mit der Natur und Verantwortung ihr gegenüber sehe ich als Aufgabe, die uns die Schöpfung gegeben hat.

Vereinfachung darf sein. Doch vielleicht gibt es bessere Lösungen als Steingärten.

Bei der Gartenplanung nicht nur die eigenen Bedürfnisse berücksichtigen

Wer den Film «More Than Honey» gesehen hat, weiss, ohne Bienen wird’s auch für uns schwer. In Sachen Nahrung würde es eine grosse Veränderung geben. Es geht dabei nicht nur um Honig. Das wäre zu kurz gedacht. Es lohnt sich, diesen Film anzusehen. Er provoziert und regt zum Umdenken an. Dass der Garten nicht nur mir gehört und auf mich abgestimmt werden soll, sondern auf die ganze Natur und ihre Bedürfnisse. Naturgarten. Und mag er noch so wild und vielleicht sogar ungepflegt aussehen, Gartenpflege gilt auch für das Wilde.

Naturgarten

Der Bioterra-Fachbetrieb GGZ – Gartenbau-Genossenschaft in Zürich – beschreibt einen Naturgarten folgendermassen: «Natur wächst. Jede Staude, jede Blume, jeder Baum nach seiner Art.» Wo Raum vorhanden ist, wachsen Pflanzen. Garten, der sich selbst gestaltet. Teilen wir den en natürlichen Lebensraum mit Pflanzen und Tieren. Und das Wichtigste: «Auch ein Naturgarten kann gestaltet werden.»

Manchmal ist viel mehr möglich, wenn wir uns sorgfältig informieren. Eine gesunde Natur nützt nicht nur Tieren und Pflanzen. Am allermeisten auch uns selbst.

Schönes Video mit Interviews zu den Gründen eines Naturgartens

(c) überarbeitet  10.9.2019 (ar)

Den Garten winterfest machen

(Von Jasmin Taher) Pünktlich zum Ende des Sommers hin, sind wir Gartenbesitzer geworden. 630 Quadratmeter in Hanglage waren altersbedingt abzugeben; die dürfen wir jetzt unser eigen nennen.

Ein wenig frustrierend ist es schon, wenn man einen Garten mit Gemüsebeeten, Apfel-, Kirsch- und Birnbäumen sowie Obststräuchern hat aber fast nichts mehr ernten kann. Ausser einigen späten Äpfeln, einsam rumhängenden Himbeeren und wenigen sehr wenig roten Tomaten war nichts mehr zu holen. Aber Arbeit im Garten gab es, ja gibt es, auch im Spätherbst in reicher Fülle.

Gartenpflege im Winter - damit die kalte Jahreszeit gut überstanden wird
Auch der Garten braucht vorbereitende Arbeiten um den Winter möglichst gut zu überstehen.

Bäume fällt man im Winter

Der morsche Teil eines alten Haselnussbaums drohte auf unser Gartenhäuschen zu fallen. Das zu verhindern war das erste Projekt meines Ehemannes: Bewaffnet mit Astschere, Säbelsäge und Axt ging es dem riesigen Ast an den Kragen.

Bäume fällt man am besten zwischen November und Anfang Februar. Das Holz enthält im Winter weniger Wasser. So kann es schneller trocknen und als Feuerholz verwendet werden.

Im Frühling und Sommer ist das Fällen von Bäumen verboten, damit Vögel, die in den Bäumen nisten, nicht gestört werden.

Wenn Sie grössere Bäume entfernen müssen, empfiehlt es sich, professionelle Hilfe eines Gartenbauers zu holen. Selbst mittelgrosse Bäume können einem unerfahrenen Gartenbesitzer beim Fällen Probleme bereiten. Schliesslich soll beim Fällen nichts beschädigt und vor allem niemand verletzt werden.

Bäume im Garten fällt man am besten in der kalten Jahreszeit
Grösser Bäume fällen, bedarf professioneller Hilfe eines Gartenbauers

Einjährige Pflanzen

Nach dem Ernten der letzten grünen Tomaten, durfte ich tätig werden: Nach der Ernte sterben Tomatenpflanzen ab. Ich durfte also die abgeernteten Pflanzen, die über den Sommer zahlreiche Früchte getragen hatten, von den Haltevorrichtungen losbinden und auf den Kompost bringen. Ebenso war ich für die Versorgung der Staudenpflanzen zuständig.

Verblühte Stauden sollten ca. 10 cm über dem Boden abgeschnitten werden. Dadurch können die Pflanzen im Frühjahr wieder gut austreiben. Ein weiterer Vorteil, wenn man die Pflanzen im Herbst zurückzuschneidet, ist, dass man nicht versehentlich neue Triebe abschneidet.

Herbstlaub im Garten

Unser vierjähriger Sohn hatte die grossartige Aufgabe das Laub – vor allem unser riesengrosser Lindenbaum trägt sehr viele Blätter – am Boden zusammenzurechen.

Vom Rasen sollte Herbstlaub entfernt werden, damit das Gras unter der Laubdecke nicht fault. Am besten mäht man den Rasen nochmal nachdem die letzten Blätter von den Bäumen gefallen sind und entfernt dann Gras und Blätter in einem Rutsch.

Unter Bäumen, Sträuchern oder auf Beeten darf das Laub liegen bleiben. Hier dient es als natürlicher Frostschutz für die Pflanzenwurzeln. Und Laubhaufen dienen als heimeliges Winterquartier für Winterschläfer wie Igel oder für Tiere, die Winterstarre halten, wie Insekten oder Eidechsen.

Wasserbehälter müssen geleert werden

Dann kam letzte Woche ein Anruf unserer Vorbesitzer: «Frau Taher, wir haben vergessen Ihnen zu sagen, dass man die Wassertonnen über den Winter leeren muss. Und der Wasserzähler wird vom Nachbarn abgeschraubt und über den Winter eingelagert.»

Damit Kannen, Rohre, Schläuche und Tonnen den Winter unbeschadet überstehen können, muss das Wasser unbedingt entfernt werden. Bevor der erste Frost einsetzt, müssen die Wasseranschlüsse im Freien am Haupthahn abgestellt werden. Danach müssen die Hähne leer laufen, damit kein Wasser in den Leitungen gefriert und sie dadurch zum Bersten bringt. Auch Schläuche müssen geleert, aufgerollt und an einem geschützten Ort im Keller oder Gartenhaus gelagert werden.

Der Garten ist im Winter bewohnt

Vor vielen Jahren haben wir ein Vogelhäuschen geschenkt bekommen. Das müssen wir noch aufhängen und gutes Vogelfutter kaufen.

Während es sich Igel, Eidechsen und Insekten im Laubhaufen oder im Gartenhaus gemütlich machen und über den Winter keine Nahrung benötigen, sind viele unserer heimischen Vogelarten, wie Spatzen, Meisen und Amseln, während des Winters aktiv. Bei Dauerfrost, Eisregen und einer geschlossenen Schneedecke kann die Fütterung den Vögeln beim Überleben helfen.

Quellenangabe:

Weiterer Blog zum Thema Gartenpflege im Winter

Gartenbau Ideen: Planen, Wachstum sehen und (richtig) überrascht werden

Der Garten ist für mich ein Übungsfeld, um Geduld zu lernen. Er hat in Sachen Geduld, warten und sehen, etwas ganz Spezielles an sich. Du säst etwas, und du weisst nicht, ob und wie es wächst. Der Vergleich zu anderen Themen im Leben liegt nahe. Zum Beispiel bei der Kindererziehung: Säen und nicht wissen, wie, was und wann das Resultat sichtbar wird …

Doch zurück zum Thema Gartenbau Ideen. Als wir vor Jahren als Familie in unser Eigenheim eingezogen sind, haben wir uns auf unseren kleinen Garten gefreut. Meine Frau kaufte Pflanzensamen und bekam auch von Nachbarn und Verwandten noch einige Jungpflanzen.

Unsere Vorstellungen, wie der Garten mal aussehen sollte, waren im Kopf ziemlich klar definiert.

Inzwischen sind einige Jahre vergangen und wir haben viel gelernt. Beispiel: Die Natur ist schön, hart und oft nicht planbar.

Gartenbau und Gartengestaltung: Professionell unbeständiges Wachstum mit der Hilfe des Gartenbauers planen
Gartenbau und Gartengestaltung: Professionell unbeständiges Wachstum planen

Wachstum: Ausnahmen schaffen Überraschungen

Wir haben gepflanzt und gewartet. Manchmal gediehen die Pflanzen, manchmal liessen sie sich Zeit und kamen erst im zweiten Jahr zur Blüte. Etliche Wenn wir uns nicht notiert hatten, wo etwas gepflanzt wurde, war die Überraschung gross, als plötzlich längst vergessene Pflanzen doch noch wuchsen. Auch der umgekehrte Fall geschah. War da nicht mal eine eine Clematis? Das geplante Gartenbild hatte sich eigenständig verändert. Dann sind da noch diese lästigen Schnecken. Obwohl sie als langsam gelten, haben sie uns manche Pflanze innert Kürze noch vor der Blüte still und leise weggefressen.

Dieses unbeständige Leben im Garten nimmt man erst wahr, wenn man sich damit auseinandersetzt.

Gartenpflege: Prävention durch Tipps vom Gartenbauer

Garten wächst zwar von selbst, man muss ihn aber begleiten (pflegen). Wo Wohn- und Lebensraum enger werden, kann man sich nicht einfach nach Belieben ausbreiten. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für zahlreiche Gartenpflanzen. Die gute Nachricht: Man kann vieles beeinflussen.

Tipps von Gartenbauer lohnen sich.

Am besten zieht man den Rat eines professionellen Gartenbauers zu.

Pflegeleichte Pflanzen reduzieren den Aufwand beim laufenden Unterhalt. Wer Kinder hat, sollte auf ungiftige Pflanzen achten. Auch Pflanzen haben Eigenarten. Die einen wachsen schneller, die anderen langsamer. Die einen brauchen mehr Licht, die anderen weniger. Wiederum andere wachsen in die Breite, andere in die Höhe. Je nach Pflanze oder Gehölz wird auch der Winterschnitt ein Thema. Der Gartenbauer aus der Region ist daher ein guter Tipp. Lieber jetzt etwas mehr bezahlen, als später unendlich viel Zeit zu investieren.

Fazit: Gartenbau sorgt für Überraschungen. Die schönen sind blühende Pflanzen und ein wunderschöner Garten, eine Oase der Erholung, direkt vor der Haustür. Die herausfordernden sind Unkraut, Schnecken, schlechtes Gedeihen etc. Die meisten davon lassen sich durch den professionellen Rat des Gartenbauers verhindern, bzw. eingrenzen.

(c) überarbeitet am 10.9.2019 (ar)


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