Berufliche Neuorientierung – auf zu neuen Denkweisen

Der Tagesanzeiger berichtet in der Print-Ausgabe vom 12. September 2012 von zwei Studien im Zusammenhang mit der Zuwanderung im Kanton Zürich. In Auftrag gegeben wurden die Studien von SVP Regierungsrat Ernst Stocker. Die Frage, ob sich die Zuwanderung im Kanton Zürich für Schweizer negativ ausgewirkt habe, kann bis jetzt nicht bejaht werden. Die Konjunktur zeige sich bisher sehr stabil, die Arbeitslosen-Zahlen sind bisher nicht gestiegen. Dies obwohl pro Jahr 35’000 Ausländerinnen und Ausländer in den Kanton Zürich ziehen. Diese Auswertung beruhigt auf den ersten Blick. Doch der Artikel vom Tagi zeigt auch mögliche Szenarien in 20 Jahren. Dann würden, bei gleicher Entwicklung, die Zahl der Einwanderer auf fast 90’000 pro Jahr ansteigen. Folge: Im Jahr 2030 würden im Kanton Zürich gleich viele Ausländer wohnen, wie Schweizer.

Das Sozialwesen als Möglichkeit der beruflichen Neuorientierung?

Chance für berufliche Neuorientierung?

Multikulturell zu sein war schon immer eine Stärke der Schweiz, allerdings bergen sich darin auch zahlreiche Herausforderungen. Der Artikel im Tagi spricht von möglichen 10 % Arbeitslosen. Grund seien nicht etwa fehlende Jobs, sondern zu viele schlecht ausgebildete Arbeitnehmer. 10 % Arbeitslosenquote ist viel. Welche Auswirkungen wird dies auf die Sozialleistungen, beziehungsweise auf Sozialversicherungen haben, die der Einzelne berappen muss? Wird die Kluft zwischen Reich und Arm noch grösser? Welchen Einfluss hat diese Entwicklung auf einzelne Berufe? Werden neue Berufe entstehen – insbesondere im Bereich des Sozialwesens? Sozialarbeiter werden immer mehr gesucht sein und mit immer mehr Kulturen und deren Hintergrund konfrontiert werden. Eine Herausforderung oder am Ende eine Chance für eine berufliche Neuorientierung? Statt den täglichen Alltagstrott aushalten neue Menschen mit anderen Denkweisen kennen lernen und begleiten?

Berufe, die mit verschiedenen Kulturen konfrontiert werden, erfordern hohe Sozialkompetenz und Empathie. Sie erfordern auch den Willen, sich auf anders denkende Menschen einzulassen. Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, die in der Schweiz den grossen Reichtum erwarten oder nach beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten suchen, die im eigenen Land zu wenig vorhanden sind.

Zuwanderung: Herausforderung Kulturen

So oder so, trotz ersten Entwarnungen muss die Entwicklung der Zuwanderung genau beobachtet werden. Nicht nur seitens von Regierungsräten wie Ernst Stocker. Jeder Einzelne wird sich mit diesem Thema auseinandersetzen müssen. Spätestens, wenn (wie die These vermutet) 50 % Ausländer im Kanton Zürich leben und arbeiten, lassen sich die Augen nicht mehr verschliessen. Eine Tatsache bleibt: Was eine Herausforderung sein kann, kann ebenso Chance für neue Berufe oder berufliche Neuorientierung sein.

Ein Bereich, der oft unterschätzt wird und der ebenfalls Möglichkeiten für berufliche Neuorientierung gibt, ist die Baubranche.

Zusätzlicher Lesetipp zum Thema berufliche Neuorientierung im Web:

Hospital-Jobs.ch: Vom … zum …: berufliche Neuorientierung – zum Beispiel im Gesundheitswesen

 

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