Ginseng: Zur Überbrückung von Stresssituationen

Autofahrer wissen: Wenn die Batterie leer ist, hilft nur noch eines: überbrücken und aufladen. Bei uns Menschen ist das ganz ähnlich. Überbrücken tun wir im Alltag oft mit Koffein in irgendeiner Form. Wir wünschen uns mehr Konzentration und mehr Kraft und das möglichst rasch. Dazu gibt es sinnvolle Alternativen, zum Beispiel Ginseng. 

Stress lass nach – und zwar sofort! Wie schön wäre es, wenn wir einen roten Knopf hätten, der uns, zumindest für einen Moment, aus aller Dringlichkeit und Verantwortung herausholen könnte. Ein Pausenknopf. Unsichtbar werden. Ich bin mal kurz weg. Ein sehr menschliches Bedürfnis. Und wir sollten es ernst nehmen.

Einen Kaffee trinken: die schnelle Lösung zur Hand haben
Einen Kaffee trinken: die schnelle Lösung zur Hand haben

Es gehört zu unserem Menschsein, dass wir gerne schnelle Lösungen zur Hand haben. Den ersten Schritt am liebsten überspringen und gleich beim zweiten oder auch dritten anfangen.

Manchmal befinden wir uns in Situationen, wo keine Auszeit möglich ist. Wie bei Menschen im Gesundheitswesen. Kommt ein Notfall, müssen alle bereit sein und jegliche persönlichen Bedürfnisse zurückstellen.

Unser Körper und unsere Psyche machen jedoch nicht alles, was von ihnen verlangt wird, einfach mit. Sie rebellieren, wenn es sein muss. Unverhofft. Motor abgemurkst. Die Kraft ist weg. Bewegung nur noch mit angezogener Handbremse möglich.

Und jetzt? Wie können wir am besten überbrücken und Körper und Psyche wertvolle Hilfe bieten?

Der Griff zum Kaffee – überbrücken statt Kraft tanken

Am Ende unserer Kraftreserven und am Start neuer Herausforderungen: Funktionieren, auch wenn der Körper zu streiken beginnt und uns nicht selten glasklare Signale sendet. Dann nehmen wir «Kredit» auf. Kraftkredit.

Herr und Frau Schweizer trinken im Durchschnitt täglich drei Tassen Kaffee. Das Schöne: Bis zu vier werden als unbedenklich eingestuft.

Kaffee ist das meist getrunkene Getränk der Welt. (Quelle: swissfairtrade.ch) Kaffee gibt uns Kraft. Zumindest für die nächsten Stunden. Laut ndr.de enthält eine Tasse Kaffee 80 bis 120 Milligramm Koffein. Diese Dosis wirkt nach 30 bis 45 Minuten und hält durchschnittlich vier Stunden an.

Kaffee trinkt man entweder pur oder dann mit z.B. mit Mandelmilch oder Kokosöl. In dieser Zusammenstellung profitiert man vom Koffein länger (mit Fett von Mandeln, Kokosnuss) und verliert gleichzeitig nicht die Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe, Polyphenole, die beim Entgiften helfen und Zellen schützen sollen.

Kaffee in einem vernünftigen Rahmen zu trinken, kann positive Auswirkungen haben. Doch der Körper gewöhnt sich bereits bei kleinen Mengen an den regelmässigen Konsum. Der Beobachter schreibt: Wenn der gewohnte Wirkstoff ausbleibt, kann er mit Entzugserscheinungen reagieren.

Es geht wie immer um das gesunde Mass und die Art und Weise, wie Kaffee zubereitet und getrunken wird.

Die meisten Menschen trinken ihren Kaffee sowohl zum Genuss wie auch wegen seiner Wirkung. Müdigkeit ist grundsätzlich ein Signal unseres Körpers, dass er Ruhe braucht. Aus dieser Sicht ist Kaffee, wie bereits erwähnt, eine Art Kredit. Wir beanspruchen Kraft, die wir nicht im gewünschten Mass haben.

Wer wie viel verträgt, ist individuell. Hier gilt es, sich selbst gut zu beobachten. Denn Stress hat die gefährliche Wirkung, dass er unseren Blick verfälscht (Tunnelblick). Still und leise nimmt der Konsum zu, bis er sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken kann. Mehr heisst nicht automatisch besser.

Oasen zur persönlichen Erholung sind jedem Aufputschgetränk vorzuziehen. Regelmässiges Waldbaden (längere Spaziergänge im Wald) gelten als eine sehr nachhaltige und effektive Kraftquelle.

Gesundung hat stets mit Veränderung zu tun. Das bedeutet: Wir suchen sinnvolle Alternativen.

Die Natur mit ihrer Wirkung und Heilkraft

Werfen wir einen kleinen Blick ins Mittelalter, genauer gesagt in den Besteller-Roman «Der Medicus» von Noah Gordon:

«Das spätherbstliche Wetter war zum Kräutersammeln wie geschaffen, und sie durchstreiften Wald und Heide. Der Bader war vor allem auf Portulak aus, der, wenn man ihn in das Spezifikum tauchte, einen Wirkstoff erzeugt, der Fieber senkte und verschwinden liess. Zu seiner Enttäuschung blieb ihre Suche erfolglos.

Anderes liess sich leichter finden, so zum Beispiel Blütenblätter von roten Rosen für Umschläge wie auch Thymian und Eicheln, die man, fein zerstossen und mit Fett vermischt, auf Nackenpusteln strich. Wieder anderes verlangte harte Arbeit, wie das Ausgraben von Eibenwurzeln, mit denen verhindert werden konnte, dass eine schwangere Frau ihren Fötus verlor.

Sie sammelten Zitronenkraut und Dill gegen Erkrankungen des Harntraktes, Sumpfschwertlilien gegen Gedächtnisschwund infolge von nassen und kalten Körpersäften, Wachholderbeeren, die gekocht wurden, um verstopfte Nasengänge frei zu machen, Lupinen für heisse Packungen bei eitrigen Geschwüren und Myrte und Malve zur Linderung von juckenden Hautausschlägen.»

Unsere Vorfahren behandelten kranke Menschen mit dem, was sie in der Natur vorfanden. Wie wir heute, haben auch sie bereits Pflanzen mit ihren Wirkstoffen getestet. Manches sehr erfolgreich und anderes aufgrund von Unwissen sehr zum Schaden des Patienten.

Dieses Wissen hat sich bis heute stets erweitert. Und wir wissen noch lange nicht alles.

Hier eine kleine Vorstellung der Ginseng-Wurzel.

Ginseng Wurzel: Überbrückung von Stresssituationen
Ginseng Wurzel: Überbrückung von Stresssituationen

Ginseng, das «Kraut der ewigen Jugend» ist eine Alternative zu Koffein

Ginseng ist eine krautartige Pflanze aus Asien mit einer Wuchshöhe von 30 bis 60 cm. Heute wird sie jedoch weltweit angebaut, um ihre Wurzel zu medizinischen Zwecken zu verarbeiten. Ginseng ist eine echte Alternative zu den gängigen Aufputschmitteln und gilt seit Jahrtausenden als Arzneimittel, das der Förderung der Selbstregulierung und -heilung dienen soll.

Es wird gerne bei hoher körperlicher oder psychischer Belastung, bei Rekonvaleszenz oder als kleine Zutat zum Happy Aging eingesetzt. Für Spitzensportler gilt Ginseng als unentbehrlicher Begleiter.

Ginseng wird folgende Wirkung nachgesagt:

  • Es stärkt das Immunsystem,
  • regt den Stoffwechsel an,
  • macht den Körper allgemein widerstandsfähiger gegen Stress, Krankheitserreger, Erschöpfungszustände und andere schädliche Einflüsse,
  • Ginseng bekämpft Müdigkeit,
  • hilft bei Erschöpfungszuständen und
  • kann einer Erkältung vorbeugen.

Ginseng gibt es in Rot und Weiss, was aufgrund der verschiedenen Verarbeitungsmethoden entsteht. Rote Ginseng-Wurzeln werden mit Wasserdampf behandelt und anschliessend getrocknet, während der weisse Ginseng direkt getrocknet wird und als der Natürlichere gilt.

Ginseng ist in richtig dosiert gut verträglich. Er lässt einen bei zu grosser Einnahme jedoch unruhig schlafen und kann leichte Übelkeit auslösen. Im Gegensatz zu Kaffee ist die Wirkung von Ginseng nicht unmittelbar. Es kann mehrere Wochen dauern, bis sich positive Effekte einstellen.

Ginseng kann zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln führen. Insbesondere bei unserem geliebten Kaffee: Die Knolle verstärkt die Effekte, die Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke im Körper entfalten.

Gesundheit ist ein Stück weit planbar

Leistung ist wichtig. Dank ihr haben wir uns einen gewissen Lebensstandard erarbeitet, den wir gerne erhalten möchten. Wir leben in einem System von vielseitigen Einflüssen und manchmal herausfordernden Menschen und, ganz nah, unseren eigenen inneren Stimmen. Dies alles hat grossen Einfluss auf unsere Erwartungen und den Umgang mit dem Leben. In solch herausfordernden Zeiten tut eine zuverlässige Stärkung wohl.

Manche Herausforderungen lassen sich in Zwischenschritte einteilen. Sie helfen, Bisheriges zu reflektieren und neue Erkenntnisse einzubringen.

So mancher Stress kann durch eine umsichtige Planung verhindert oder reduziert werden.

Doch weil wir von beispielsweise Lieferzeiten, Verträgen und ungeduldigen Kunden abhängig sind, braucht es manchmal ergänzende Möglichkeiten, um uns selbst zu stärken. Wer etwas Neues ausprobieren will, hat mit Ginseng eine natürlich Alternative zum herkömmlichen Kaffee oder allfälligen ungesunden Energydrinks. Ginseng liefert nicht nur Energie und Kraft, sondern stärkt das Immunsystem, regt den Stoffwechsel an, soll antibakteriel und antiviral wirken und kann rheumatische Beschwerden lindern (ndr.de).

Dieser Artikel ersetzt nicht die Absprache mit eine medinzinischen Fachperson. Gesundheit ist individuell. Mögliche Wechselwirkungen durch Medikamente müssen ärztlich abgeklärt werden.

Ginseng im Web

© raeber-blog.ch – 12.7.2022


Andreas Räber, GPI®-Coach, Wetzikon
Andreas Räber, GPI®-Coach, Wetzikon

Autor: Andreas Räber ist GPI®-Coach, sowie Autor von zahlreichen Blogs, Fachartikel und Kurzgeschichten in den Bereichen, Beruf, Leben und Gesundheit. Er gehört zu den Menschen die Nahrungsergänzung aus persönlicher Überzeugung in seine Ernährung integriert haben.

 

 


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